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Dogo Canario

Dogo Canario

Der Dogo Canario ist eine von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannte spanische Hunderasse, die in Spanien seit dem ausgehendem Mittelalter bekannt ist (FCI-Gruppe 2, Sektion 2.1, Standard Nr. 346).




Herkunft und Geschichte

Im spanischem Festland entstand im ausgehendem Mittelalter ein einheitlicher Hundetyp, der für die Funktionen als Packer für wehrhaftes Wild (Hirsch, Bär, Wildschwein), als Kriegshund, als Treibhund für Rinderherden und als Wach- und Schutzhund selektiert wurde.

Diese spanischen Doggen wurden von den Konquistadoren als Kriegshunde für die Eroberung Südamerikas mitgeführt. Viele dieser Hunde blieben aber auf den Kanaren, wo sie auch weiter gezüchtet wurden. Dort verloren sie viele ihrer typischen Aufgaben wie z. B. den Stierkampf, die Arbeit als Treiber und Packer der Herden und die Jagd auf wehrhaftes Wild, so dass sie fast nur noch als Wachhund Verwendung fanden.

Auf den Kanaren erhielt die spanische Dogge den Zusatz „Canario“. Die FCI hat die Rasse am 4. Juni 2001 unter dem Namen „Dogo Canario“ vorläufig anerkannt. Die endgültige Anerkennung erfolgte am 5. Juli 2011.


Rassenbeschreibung

Der Dogo Canario ist ein robuster Hund mit einer Schulterhöhe bis 68 cm und einem Gewicht von 40 bis zu 60 kg. Das kurze, raue, pflegeleichte Haarkleid ist gestromt oder falb. Auch kleinere weiße Abzeichen und Platten kommen vor. Die Stromungen reichen von schwarzgestromt über graugestromt zu braun bis falbgestromt, die Maske ist immer dunkel. Der massige Schädel zeigt deutlich die Zugehörigkeit zur Gruppe der Molosser. Sein Körperbau ist sehr muskulös und leistungsfähig.

Dem Dogo Canario wurden traditionell die Ohren kupiert, was aber mittlerweile in Deutschland und vielen anderen Ländern verboten ist; allerdings finden sich auch dort eine Anzahl kupierter Exemplare, da zur Auffrischung der kontinentalen Zuchtlinien regelmäßig Hunde importiert werden müssen, um der Inzuchtdepression vorzubeugen. Unkupiert weist der Dogo Canario mittelgroße, hängende Ohren auf. In Norwegen und dem restlichen Skandinavien ist das kupieren der Ohren ebenfalls verboten.


Wesen

Vom Charakter wird er als ruhig, ausgeglichen, gerade heraus und nervenstark bezeichnet. Er gilt als guter Wach-, Schutz-, Sport- oder Familienhund. Der Dogo Canario kan, als Geschlechtsreif anderen Hunden des gleichen Geschlechtes gegenüber, dominant oder auch aggressiv werden.


Funktion

Vom Charakter wird er als ruhig, ausgeglichen, gerade heraus und nervenstark bezeichnet. Er gilt als guter Wach-, Schutz-, Sport- oder Familienhund.


Presa Canario/
Perra de Presa Canario

Der American Kennel Club (AKC) führt seit 1990 eine Rasse Perro de Presa Canario in seinem Foundation Stock Service. Der Rassestandard stimmt nicht mit dem des Dogo Canario überein.

In Spanien wurde vom Landwirtschaftsministerium 2001 eine Rasse mit dem Namen Presa Canario anerkannt. Auch der dort veröffentlichte Standard ist mit dem FCI-Standard für den Dogo Canario nicht identisch. Eine entsprechende Anerkennung für den Dogo Canario gibt es nicht.

Es existieren Auseinandersetzungen um den Namen und den Standard für die Rasse ausgehend davon, dass es sich bei der jetzt als Dogo Canario anerkannten Rasse auch um den Presa Canario handele.

Der Perro de Presa Canario unterliegt in zwei deutschen Bundesländern Beschränkungen.